Trauer

Ein Gefühl, was niemand haben will

Am vergangenen Freitag ist Hexi gestorben.

 

Egal, ob es plötzlich kommt oder ob man sich lange darauf vorbereiten konnte, es ist eines der schlimmsten Dinge, die uns passieren können.

 

Und obwohl man weiß, dass der Tod zum Leben gehört, kann man sich darauf nicht wirklich vorbereiten.

Was bleibt, ist erst einmal eine Leere.

Eine Leere im Herzen.

Eine Leere im Zuhause.

 

Wenn ein Lebewesen stirbt, verändert sich plötzlich alles. Für alle anderen geht das Leben weiter. Aber für einen selbst ist plötzlich nichts mehr so, wie es einmal war.

 

Es gibt Dinge, die ganz selbstverständlich waren und plötzlich fehlen.

 

Nach Hause kommen und wissen, dass jemand da ist.

Dass jemand einen begrüßt.

Dass jemand auf den Schoß möchte.

Dass man morgens aufwacht und schon weiß, dass man begrüßt wird.

Und dann ist da plötzlich niemand mehr.

 

Ich frage mich gerade ganz viel über Trauer.

Darf man lachen?

Wie lange muss man traurig sein?

Wer sagt eigentlich, wie man richtig trauert?

Und was ist überhaupt richtig?

 

Ich glaube, Trauer sieht bei jedem anders aus. Und trotzdem gibt es diese Vorstellung, dass man sich eine bestimmte Zeit lang traurig verhalten muss.

 

Aber was, wenn man zwischendurch lachen muss?

Was, wenn man einen schönen Moment hat?

Heißt das dann, dass man nicht mehr traurig ist?

 

Ich glaube nicht.

 

Bewegung hilft mir.

Sie hilft, Gefühle zum Fließen zu bringen, sie einfach rauszulassen. Manchmal kann man nicht alles im Kopf halten und versuchen, es dort irgendwie zu sortieren.

Man muss raus.

Laufen.

Gehen.

Irgendwie in Bewegung kommen.

 

Und manchmal braucht es auch einfach jemanden, der es aushält.

Jemanden, der nicht sofort versucht, etwas besser zu machen.

Der nicht sagt, dass es irgendwann wieder gut wird.

Der einfach da ist.

 

Und dann gibt es noch das Räuchern.

 

Ich beschäftige mich schon lange damit, welche Pflanzen uns in bestimmten Situationen begleiten können.

Meine Mischung in der Trauerzeit ist derzeit:

  • Ruhe finden – zum Beispiel mit Lavendel
  • Trost finden - mit Löwenzahn 
  • Loslassen – mit Harzen
  • Schutz finden – mit Weißdorn
  • Eine Umarmung bekommen – mit Zimt
  • Kraft finden – mit Eiche
  • Liebe finden – mit Rose

 

Nicht, damit die Trauer verschwindet.

Nicht, damit man plötzlich nicht mehr traurig ist, sondern als etwas, das einen durch diese Zeit begleiten kann.

 

Denn am Ende bleibt erst einmal diese Leere und man muss lernen, mit ihr zu leben.

Zu wissen, dass all die Trauer, die Wut und die Verzweiflung nichts an dem ändern können, was passiert ist.

 

Das Leben geht weiter.

 

Auch wenn man selbst gerade nicht weiß, wie.

 

Und genau beginnt dort die Trauer:

Bei dem Wissen, dass jemand fehlt.

Und bei dem Versuch, trotzdem weiterzugehen.

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